Auf Basis des jährlichen Brand Performance Checks 04.03.2025, 14:02 Uhr

Vaude erhält erneut Leader Status
der Organisation Fair Wear

Faire Arbeitsbedingungen in der Textilbranche bleiben eine Herausforderung – doch einige Unternehmen setzen sich besonders engagiert dafür ein: Outdoor-Ausrüster Vaude wurde nun bereits zum zehnten Mal in Folge mit dem Leader Status der Fair Wear ausgezeichnet.
Vaude-Chefin Antje von Dewitz freut sich über die erneute Verleihung des Leader Status durch die Fair Wear Foundation.
(Quelle: Vaude/Attenberger)
Der schwäbische Bergsport-Ausrüster Vaude wurde zum zehnten Mal in Folge mit dem Leader Status der Fair Wear ausgezeichnet. Grundlage ist der jährliche Brand Performance Check, bei dem das Unternehmen erneut die höchste Kategorie erreicht hat. Diese Ehrung erhalten Unternehmen, die sich besonders für faire Arbeitsbedingungen in ihrer Lieferkette einsetzen.

Vaude arbeitet weltweit mit über 40 Produktionsstätten zusammen, von denen 80 Prozent seit mehr als fünf Jahren und 40 Prozent bereits über zehn Jahre Partner sind. Seit 2010 ist das Unternehmen Mitglied der Fair Wear, die Arbeitsbedingungen überprüft, anonyme Beschwerdesysteme bereitstellt und Verbesserungsmaßnahmen begleitet. Ein spezialisiertes Team am Firmenstandort Tettnang sowie drei CSR-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in Asien überwachen und optimieren die sozialen Standards in den Produktionsstätten. „Der Leader Status ist eine großartige Bestätigung für unser gemeinsame Arbeit! Vor allem ist es auch ein Ansporn, uns weiterhin mit aller Kraft für gute Arbeitsbedingungen und Menschenrechte einzusetzen“, sagt Anika Mauz, Vendor Management Vaude.

Jährlich wird Vaude im Rahmen des Brand Performance Checks geprüft. Dabei muss das Unternehmen nachweisen, dass es seine menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten gegenüber den Produzenten erfüllt. Werden Missstände festgestellt, ist Vaude verpflichtet, gemeinsam mit den Partnerbetrieben Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten. 2024 erzielte das Unternehmen erneut einen Benchmark-Score von 80 und bestätigte seine Vorreiterrolle. Laut Victoria Lauer vom Fair Wear Membership Team konzentrierte sich Vaude 2023 besonders auf die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und existenzsichernden Löhnen in der Lieferkette.

Vaude sieht sich als Vorbild für verantwortungsbewusstes Wirtschaften und fordert gesetzliche Rahmenbedingungen, die alle Unternehmen in die Pflicht nehmen. Geschäftsführerin Antje von Dewitz betont, dass nachhaltiges Handeln machbar sei, warnt jedoch vor einer drohenden Abschwächung der unternehmerischen Verantwortung durch das von der EU geplante Omnibus-Verfahren (Anm. d. Red.: Hier werden mehrere Gesetzesänderungen in einem einzigen Rechtsakt gebündelt und gemeinsam beschlossen.). „Das ist ein fatales Signal - für den Schutz der Menschen und der Umwelt in unseren Lieferketten. Für all die Unternehmen, die Nachhaltigkeit ernst nehmen und bereits investieren, um ihrer eigenen Verantwortung gerecht zu werden, und für die Glaubwürdigkeit Europas als Vorreiter einer zukunftsfähigen, fairen Wirtschaft“, so von Dewitz. Sie fordert ein starkes Lieferkettengesetz, um langfristige Verbesserungen in globalen Produktionsketten zu sichern.





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