Hilmar Bolle jetzt bei Kästle 25.03.2025, 08:00 Uhr

„Ich wollte in einem Familienbetrieb arbeiten“

Im vergangenen Herbst ging Hilmar Bolles Zeit bei Rossignol nach fast 30 Jahren zu Ende. Seit 1. März ist er bei Skihersteller Kästle als Marketing- und Sales-Verantwortlicher DACH tätig. SAZsport-Redakteur Wilfried Spürck hat mit dem Münchener darüber gesprochen.
Kaum einer kennt die Ski-Industrie so gut wie er: Hilmar Bolle, der nach seiner langen Zeit bei Rossignol nun beim österreichischen Ski-Unternehmen Kästle begonnen hat.
(Quelle: Rossignol)
SAZsport: Hallo Hilmar, es war ein echter Paukenschlag in der Branche, als im Oktober die Nachricht kam, dass du bei Rossignol nach fast 30 Jahren auhörst. Es wird ähnliche Aufmerksamkeit erregen, dass du jetzt bei Kästle angefangen hast. Wie kam es dazu?
Hilmar Bolle:
Bei Kästle hat man im vergangenen Herbst natürlich mitbekommen, dass meine Zeit bei Rossignol zu Ende ging. Sie haben dann Kontakt zu mir aufgenommen und wir haben im Dezember erstmals ausführlich miteinander gesprochen. Da ich bei Rossignol freigestellt, aber bis Ende Februar noch vertraglich gebunden war und auch für Kästle kein unmittelbarer Beginn notwendig war, konnten wir uns letztendlich darauf einigen, dass ich am 1. März anfange.
Was sind deine Aufgaben bei Kästle?
Ich bin verantwortlich für Marketing und Sales in der DACH-Region, übergreifend für alle Produktsegmente. In die laufenden Prozesse für die Saison 2025/26 kann ich nicht mehr groß eingreifen. Insofern besteht meine Aufgabe jetzt darin, alles für die Saison 2026/27 vorzubereiten. Außerdem geht es auch darum, hier neue Strukturen zu schaffen und die Produkte klar im Markt zu positionieren und Wachstum zu erzeugen. Meine Position gab es in der Form vorher im Unternehmen nicht.
Was sind die Unterschiede zu deiner Tätigkeit bei Rossignol?
Bei Rossignol hatte ich als Country Manager für Deutschland und Österreich noch über Marketing und Sales hinausgehende Zuständigkeiten, die etwa die Zentrale und das Personal im Innendienst betrafen. Vor allem aber ist das Ganze bei Kästle natürlich eine Nummer kleiner und familiärer. Es war mir nach meiner Zeit bei Rossignol wichtig, in einem Familienbetrieb zu arbeiten und nicht in einem Shareholder-getriebenen Unternehmen.
Aber für Kästle ist es sicher auch wertvoll, eine in der Branche so erfahrene, bekannte und respektierte Persönlichkeit im Unternehmen zu haben.
Klar, Kästle wollte mich natürlich auch deswegen haben, weil sie von den vielen Kontakten, dem Netzwerk und den Strukturen, über die ich verfüge, profitieren können.
Das heißt, du wirst in deinem neuen Job auf viele alte Bekannte treffen ...
Ja, es haben mich auch viele kontaktiert aus dem Handel und der gesamten Branche, die sich freuen, dass ich noch oder wieder dabei bin. Das freut mich wiederum natürlich. Es ist für mich eine tolle Sache, diese Chance noch mal zu bekommen. Denn ich bin mit 62 Jahren ja auch kein junger Hüpfer mehr.
Hast du konkrete Pläne, bis wann du noch beruflich aktiv sein willst?
Bevor das plötzliche Ende bei Rossignol kam, hatte ich vor, noch etwa eineinhalb Jahre zu arbeiten. Aber das sieht nun anders aus. Jetzt gehe ich hoch motiviert meine neue Aufgabe bei Kästle an.


Wilfried Spürck
Autor(in) Wilfried Spürck



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